05.08.2026 Kaffeepause mit Prof. Dr. Florian Ebrecht, CFO & COO von meravis

Shownotes

Vom Elektriker für Energie und Gebäudetechnik zum CFO/COO eines Wohnungsunternehmens: Prof. Dr. Florian Ebrecht weiß wovon er spricht, wenn er über Digitalisierung und Gebäude redet. Eine Eigenschaft, die ihm bei meravis sehr hilft. Das Wohnungsunternehmen aus Hannover hat erkannt, dass konsequente Digitalisierung Prozesskosten enorm senken kann. In unserem Podcast spricht Professor Doktor Florian Ebrecht darüber, wie aus Mieterkommunikation echte Prozessintelligenz wird, warum Innovationen oft dort entstehen, wo Praxis und Wissenschaft zusammenkommen und KI die Wohnungswirtschaft verändern wird.

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00:00:04: Willkommen zur KONI-Kaffeepause mit Professor Dr.

00:00:07: Florian Ibrich, CEO und CFO – so ist es richtig der Meravis!

00:00:14: Den Kaffee trinken wir heute in Hannover an einem lichtdurchfluteten Büro mit guter Aussicht über die Dächer von Hannover.

00:00:23: Florians vielen herzlichen Dank dass wir Gast sein dürfen bei dir.

00:00:28: Wenn unsere Zuhörer deinen Titel hören, dann hätten sie wohl eher den Verdacht wir würden in einem Professorenbüro an einer Universität sitzen.

00:00:37: Stattdessen sitze ich wie gesagt beim CEO und CFO der Meravis im Büro.

00:00:43: Wie erklärst du dein erstes Semest dann wer Meravs ist?

00:00:46: Und was das Unternehmen macht?

00:00:49: Ja zunächst erstmal vielen Dank dass du dem Weg zu uns gefunden hast.

00:00:54: Tatsächlich, wie erkläre ich das in Erstsemester?

00:00:57: im Zweifelsfall?

00:00:58: Erkläre ich den es erst mal gar nicht.

00:00:59: Weil für mich ist es wichtig – im Rahmen meiner Professur, die ich an der Internationalen Hochschule belegt habe für Immobilienmanagement -, dass ich eher gucke was brauchen die Studierenden und wo sind Entwicklungsfälle der Studierende?

00:01:12: Wie kann ich die Westmögliche unterstützen?

00:01:15: Zielsetzung ist für mich aus den Studierendinnen tatsächlich das maximale Raushohle für die eigene Entwicklung und für den eigenen Werdegang.

00:01:25: Und Meravis ist natürlich aber zu jeder Zeit ein super Beispiel, wo man eine ganze Menge exemplifizieren kann, aufzeigen kann.

00:01:35: wie machen wir das?

00:01:36: Wie läuft es in der Praxis?

00:01:38: Von daher ist für mich die Zielsetzung eigentlich, Theorie und Praxis genau auf dem Weg zusammenzuführen.

00:01:44: Du kennst Meravus!

00:01:46: Meravisk ist auch für mich kein unbeschriebenes Blatt.

00:01:48: Die Studierenden, die zu dir in die Vorlesung kommen, da zum ersten Mal das Wort hören.

00:01:52: Miravis?

00:01:54: Ja wenn ich miravis natürlich vorstelle dann ist miravisen Bestandshalter mit zwölftausend Wohnanheiten.

00:02:00: Mirawes hat rund dreizehn Gesellschaften in der Holding Struktur.

00:02:06: wir haben in unserem Bauchladen haben im Bauträger, der in den vergangenen Jahren sehr aktiv war und sehr viele Quartiere entwickelt hat.

00:02:17: Wir haben mit Mobilmanagement ein Abbrechenservice, Regiebetrieb und auch letztendlich eine Digitalisierungstochterin vor uns bio.

00:02:25: Miravis selbst ist über seventy-fünf Jahre alt mit einer gelebten Kultur hier in Hannover und auch in Hamburg zuhause.

00:02:34: Mit einem CEO Matthias Hertha, der seit dem Jahr zwei Tausend vier dabei ist also Persönlichkeit in der Branche bekannt.

00:02:42: Was fasziniert dich denn an dieser Aufgabe hier, in dem Unternehmen tätig zu werden?

00:02:49: Tatsächlich was fasziniert mich?

00:02:52: zunächst mal das Unternehmen als solches ist über die letzten Jahre hinweg ich meine Meravis gibt es über seventy fünf Jahre über viele Jahre natürlich entwickelt worden und gerade auch in den letzten zwanzig Jahren vom Kollegen ist das Unternehmen sehr stark innovativ geprägt worden in unterschiedlichster Hinsicht.

00:03:10: Und mich fasziniert tatsächlich das Gesamtspektrum unserer Immobiliengruppe und den Möglichkeiten, die auch in diesem Unternehmen schlummern.

00:03:21: Für mich ist es eine unwahrscheinlich spannende Aufgabe diese Potenziale, die in diesem Unternehmstecken weiterzuentwickeln.

00:03:28: Du bist vom Sparmbau für ein Dortmund hierher gekommen.

00:03:33: Auch im Wohnungswirtschaftsunternehmen bist du jetzt hier in Hannover doch wahrnehmbar innovatives Wohnungsunternehmen gekommen.

00:03:43: Ihr habt, in den letzten Jahren, Spiriibo gegründet.

00:03:46: Erklär doch mal kurz was macht Spiribo?

00:03:50: Ja, Spiribu ist eine Kommunikations- und Prozessplattform für die Wohnungswirtschaft und der grundsätzliche Claim oder das Mindset ist von der Wohnungswirtschaft für die Wohnungswirtschaft.

00:04:03: Die Zielsetzung ist im Ursprung gewesen, eine Kommunikationsplattform für durchgängige End-to-end Prozesse zu entwickeln.

00:04:12: Mit der Zeit und gerade auch mit dem Einzug der KI hat sich Spilbo mehr in Richtung Prozessplattformen entwickelt.

00:04:21: Für uns die Zielstellung ist es, dass wir mit Spilbow es schaffen und es gelingt dass KI Einzug in die Kernprozesse erlangt und daran arbeiten wir ganz intensiv.

00:04:34: Gibt es ja im Markt schon viele andere Lösungen, die schon bestehen?

00:04:38: Wie hättet ihr auch sagen können seinerzeit wir nehmen Lösung A, B, C und placken sie an unser Kernsystem an?

00:04:46: Ja natürlich kann man nur nachdenken aber was... Wir haben auch in der Entwicklung, jetzt muss man sagen Spilbo im Kern ist ja eine Entwicklung gerade von Matthias Hertha.

00:04:58: Der ja auch dort mit diesem innovativen Gedanken und auf der einen Seite mit einem gewissen Wahnsinn, auf der anderen Seite mit einer gewissen Genialität an das Thema herangegangen ist aus diesem sehr mutigen Gedanken ein eigenes Pop-Tech in einem Wohnungsunternehmen zu entwickeln für einen Unternehmen unserer Größe.

00:05:21: Sehen wir tatsächlich wahnsinnige Mehrwerte, weil diese zugeschneidende Lösungen wie wir die vielleicht gerne hätten finden wir am Markt derzeit nicht.

00:05:30: und wir sehen den großen Vorteil für uns gerade weil Digitalisierung KI eines der großen leitenden Themen in der Wohnungs- und Mobilienwirtschaft ist, dass wir auf dem Wege tatsächlich so entwickeln können wie wir es gerne haben wollen oder vielleicht auch die Branche im Zweifelsfallbrauch.

00:05:50: Du hast gesagt, Kommunikations- und Prozessplattform gestartet, tatsächlich im Kontext von Mieterkommunikationsbüro.

00:05:58: Dann ist jetzt die Prozess-Plattform mit dazugekommen.

00:06:01: Ihr habt eine Care-Assistentin, die nennt ihr Lisa Die interagiert auch mit Mieterinnen und Mietern.

00:06:09: Was macht Lisa?

00:06:11: Wie stellt Lisa die Schnittstelle zwischen Bewohner, also Mieters und dem Unternehmen da und den Kernprozessen des Unternehmens?

00:06:21: Tatsächlich ist Lisa mittlerweile weiterentwickelt worden.

00:06:24: Wir haben neben dem Chatboard ein Voiceboard und eine ganze Menge mehr eigentlich an KI- und Large Language Models, die im Hintergrund laufen um Prozesse bestmöglich zu orchestrieren und individuell für die Wohnungswirtschaft zu entwickeln.

00:06:41: In erster Linie ist der Chatboard natürlich, kann der unterschiedlich eingesetzt werden entweder einfach für die reine Information oder den Austausch von Informationen vom Wohnungsunternehmen automatisiert in Richtung Mieter.

00:06:56: aber auf der anderen Seite ist natürlich die Weiterentwicklung das unser Chatboard im Grunde eigentlich dazu beiträgt, dass Informationen strukturiert gesammelt werden.

00:07:08: Strukturiert weiterverarbeitet werden das Tickets gelutet werden und dass wir genau das was ich vorhin schon kurz erwähnt habe, dass wir die KI nutzen um unsere Kernprozesse skalierungsfähig zu machen und damit letztlich eigentlich dem Fachkräftemangel ein Stück weit entgegenzuwirken.

00:07:26: also der Mieter Karl Heinz wendet sich an Lisa und sagt komische Flecken.

00:07:33: Hier an der Decke schickt euch ein Bild, die Lisa sieht das Bild erkennt, also schickt sich eine Bilderkennung und auf dem Bild wird offensichtlich, dass sind Wasserflecken.

00:07:44: da scheint offensichtig Wasser von der Deckel runter zu tropfen.

00:07:48: Und dann löst Lisa direkt einen Ticket aus

00:07:50: für

00:07:52: den Objektmanager und kann mal vorbeigucken.

00:07:55: Das geht soweit, dass wir tatsächlich möchten, dass im Grunde eigentlich der Mieter seinen Schaden unmittelbar dort meldet.

00:08:05: Dass unser Spiritibo und unsere KI über eine Bilderkennung schaut.

00:08:10: inwiefern ist es ein Schaden?

00:08:12: In welchem Schadensvolumen bewegt sich dieser Schaden?

00:08:15: ist das ein Notfall?

00:08:17: Dann wird er im Zweifelsfall direkt zu einer Notfallzentrale gelutet und wird das ihm sofort geholfen werden.

00:08:25: Im Falle, dass es aber eine ganz normale konventionelle Instandhaltung ist wird im Zweifelsfall der Auftrache auch direkt unter Berücksichtigung von Auftragserstellungen und Budgetierungen dergleichen dann zum Handwerk hat durchgelotet.

00:08:40: Und das Ganze natürlich nach den Spielregeln die wir individuell bestimmen und die auch jedes Wohnungsunternehmen für sich individuell bestimmt kann.

00:08:48: oder so Bis wieviel Euro geht der Auftrag vielleicht direkt durch oder in Stichproben, unter Berückschen mit Stich Proben direkt durch.

00:08:58: Oder vielleicht wird auch alles von den Mitarbeitern noch mal gesichtet?

00:09:01: Das können wir tatsächlich individuell einstellen.

00:09:03: Wenn ich als Wohnungsunternehmen jetzt Spaß an Spiribo habe dann weiß ich kann meine Handwerker-Truppe da anklemmen die kriegt den Auftrag wenn ich Spiribio nutze direkt aufs Tablet die Düsen dahin und Haken am Tablet ab erledigt.

00:09:19: Und

00:09:20: so ist es, das ist der Spannende bei uns.

00:09:25: dadurch dass wir als Meravis mit unseren zwölftausend Wohnen halten und mit eigenem Regiebetrieb, Abrechnungsservice untergleichen haben wir tatsächlich dann auch den großen Vorteil dass wir genau diese Use Cases und diese Prozesse end-to-end denken aber auch verproben können.

00:09:41: und wir können diese verproben und das letztlich von der Wohnungswirtschaft für die Wohnungs Wirtschaft.

00:09:47: Das heißt, als Wohnungsunternehmen habe ich den Vorteil.

00:09:49: Alles was sich in das Büro benutzen kann ist schon mal verprobt worden bei einem Mitbewerber.

00:09:55: Genau so kann man sagen.

00:09:57: Jetzt gilt ja die Immobilienwirtschaft auch als bedingt innovativ.

00:10:05: Anders ist es bei euch.

00:10:06: ihr seid seit Jahrzehnt zwanzig dreinzwanzig Unterstützer von Habitation oder sogar eine Unternehmung der ersten Runde, Jahrzwanzig, Dreiundzwanzig.

00:10:18: So war das den Habitation Award mit Sigma Heat gewonnen?

00:10:21: Genau!

00:10:22: Wir sind ja nicht so seit der ersten Stunde mit dem Habitation dabei und Sigma Heat haben wir seinerzeit die Habitation Challenge gewonnen und Sigma hat für uns ein spannender Partner, den wir zwischenzeitlich bei uns auch im gesamten Bestand ausgerollt haben.

00:10:40: Also, aus dieser Habitation Challenge einen guten Partner zu finden für das Thema Messsteuer- und Regelungstechnik von Heizungsanlagen war für uns der Kerngedanke eigentlich im Ursprung natürlich wie können durch eine effiziente Heizungsteuerung CO² Kosten gemindert werden?

00:11:00: Und auch Anlagen besser Betriebs geführt werden?

00:11:04: Und ich sage mal, aus dieser Habitation Challenge ist im Grunde letztlich jetzt eine strategische Partnerschaft über den Gesamtbestand hervorgegangen.

00:11:14: Das heißt der konkrete Nutzen für euch war neben einem schönen Bild als Awardgewinner auch neben dem Pirotprojekt die Erkenntnis tauglich unseren ganzen Bestand.

00:11:25: wir rollen aus.

00:11:26: Absolut!

00:11:28: Seid ihr auch dies Jahr wieder mit dabei bei den Habitation Challenges?

00:11:31: Ja, wir werden auf jeden Fall dort wieder mitmachen.

00:11:34: Wir sind nach wie vor auch aktiv und schätzen letztlich diese Installation eines einer strukturierten Challenge- und einer strukturierten Untersuchung unterschiedlicher Proptics und Lösungsanwendungen oder Problemlöser für die Branche.

00:11:54: Das schätzen wir sehr!

00:11:55: Das ist die Praxis.

00:11:57: Schauen wir mal auf deine Akademische Ausrichtung.

00:12:02: welchen Wert hat das für dich zu sagen, ich kann aus der Praxis in die Theorie und umgedreht?

00:12:10: Für mich persönlich unwahrscheinlich viel oder einen unwahrscheinlich großen Wert.

00:12:18: Auf der einen Seite ist für mich die Theorie immer eine Superbasis, um sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen.

00:12:28: Im Grunde versuchen wir eigentlich zunächst einmal, wenn man uns mit schwierigen Themen zu befasst.

00:12:32: Das machen wir auch intern.

00:12:34: Wir haben einen eigenen Bereich für Innovation und Entwicklung.

00:12:36: Und wir befassen uns dann doch auch sehr vielen dort mit anfangs-wissenschaftlichen Modellen um Themen zu abstraieren, zu vereinfachen, um neue Lösungsansätze zu finden.

00:12:49: Aus unserer Sicht ist das genau der richtige Weg wie man sich dem widmen sollte.

00:12:54: Die Zielsetzung ist dabei aber nicht im Rahmen unserer der wissenschaftlichen Anwendung von Modellen, dass wir dann wissenschaftlich fachsimpeln und auch uns verkomplizieren sondern tatsächlich eher die Abstraktion komplexe Themen zu vereinfachen in Schubladen zu organisieren um dann einzelne Pakete abzuarbeiten.

00:13:14: Du hast theoretisch schon angesprochen welche Theorie der Wohnungswirtschaft oder aus der Wissenschaft.

00:13:21: daraus hat sich für dich im Rahmen deiner praktischen Erkenntnis und der praktischen Arbeit völlig in Luft aufgelöst, du sagst das ist eine schöne Theorie.

00:13:30: In der Praxis funktioniert sie nicht.

00:13:32: die würde ich so nicht weiter leeren.

00:13:34: also im Grunde muss man sagen irgendwie ich könnte jetzt gar nicht sagen welche Theorie tatsächlich überhaupt keine Anwendung mehr findet weil aus meiner Sicht hat jede Theorie zunächst erstmal irgendwo seine Berechtigung.

00:13:50: Die Frage ist aber nur für welchen Anwendungsfall?

00:13:54: Was für mich oder was für uns unwahrscheinlich, oder für mich persönlich würde ich sagen mit einer der wichtigsten Theorien sind auf der einen Seite das Transaktionsmodell hinsichtlich der Frage nach Make or Buy Das Transaktionskostentheorie, die Frage nach dem Make or Buy.

00:14:18: In der aktuellen Zeit, wo die Wohnungswirtschaft so unter Druck steht und ob die Miete noch ausreichend ist um überhaupt das eigene Geschäftsmodell sicherzustellen, finde ich die Frage nicht nach dem make-or-buy unwahrscheinlich wichtig gerade in einer Zeit, bei der wir über Sektorenkoplungen von immer weiteren Themenfeldern, die in die Immobilienwirtschaft Einzug erhalten.

00:14:40: Ich finde es ganz wichtig dass man sich damit auseinandersetzt.

00:14:43: und das nächste ist für mich was eine ganz relevante Bedeutung des Pareto-Prinzip tatsächlich nicht bis zum letzten Zeitpunkt oder bis zum letzen Moment die letzte Perfektion rauskitzeln sondern im Grunde eigentlich lieber starten machen, try and error nachjustieren.

00:15:03: Also mit einer guten, guten Achtzig Prozent da kann man auch schon mal in den Rollout gehen und die letzten zwanzig Prozent holt man dann zum späteren Zeitpunkt im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wieder rein.

00:15:15: Das gibst du auch als Tipp deine Studierende mit, achtzig Prozent in die Arbeit, zwanziger Prozent ins Gologium?

00:15:22: Ja, nicht.

00:15:23: Also in dem Falle wäre das dann ein Wunderpunkt.

00:15:26: also da würde ich im Zweifelsfall eher sagen irgendwie drehen auch mal eine Schleife.

00:15:31: aber in letzter Konsequenz auch da in der Arbeit ist es nicht viel anders.

00:15:35: wenn eine Abschlussarbeit Bachelor oder Masterarbeit geschrieben wird Dann haben die nur eine begrenzte Zeit und dann sage ich den schon setzt ein Fokus.

00:15:43: also fokussiere dich auf dass was relevantes Und die Feinheiten und die feinen Justierung.

00:15:50: Die bleibt, muss dann vielleicht auch manchmal auf der Strecke bleiben in Anbetracht der Zeit die man halt nur hat um so ein Thema zu erarbeiten.

00:15:56: Du hast das Transaktionskostenmodell angesprochen.

00:15:59: Make or Buy.

00:15:59: Wie ist dein Tipp für Wohnungsunternehmen?

00:16:04: Come tatsächlich ganz individuell darauf an wie die Unternehmen ausgerichtet sind und vor allen Dingen auch in welcher Rechtsform sie ausgerichtet sind, welche Größenordnung.

00:16:14: Wir sind aktuell gerade neben dem, was wir an Gesellschaften haben.

00:16:19: erstmal mit unserer Struktur die wir haben erst mal sehr glücklich und würden auch sagen dass wir mit unserem Abrechnungs-Service-Regiebetrieb und auch Spilhoh im Moment grade tatsächlich einen sehr guten Setting haben um mit den Herausforderungen zu arbeiten.

00:16:41: Betrachten natürlich so Themen wie Mieterstrom oder auch E-Mobilität sind aber im Moment eher eigentlich so unterwegs und strategisch ausgericht, dass wir bleiben.

00:16:53: Wir speziell professionalisieren uns im Bereich der wohnungswirtschaftlichen Prozesse.

00:17:00: Schuster bleibt bei deinen Leisten haben dort ein Fokus drauf natürlich das wir sowas immer wieder für uns hinterfragen ob es ein Geschäftsmodell ist und würden auch im Zweifelsfall dann natürlich dort den Einstieg wählen.

00:17:14: Aber ansonsten legen wir den Fokus gerade sehr stark auf die Digitalisierung, aber auch auf ein gewisses Wachstum der Meraves vor dem Hintergrund des Zukaufs von Beständigen.

00:17:28: Wir wollen eine gewisse Skalierungsfähigkeit unserer aktuellen Personalkosten Verwaltungskosten, die wollen wir erreichen und darauf legen wir den Fokus auf die Effizienz unserer bestehenden Organisation.

00:17:42: Würdest du sagen man kann das Klass dann in Bestandsgröße für Wohnunternehmen bis fünftausend.

00:17:50: ist Make weniger interessant?

00:17:53: Das wird erst interessant ab dass sie sich zehn oder zwölftausend einhalten, weil dann auch entsprechende Ressourcen im Unternehmen schon da sind.

00:18:02: Dann ist ein Regiebetrieb auch wirtschaftlich.

00:18:05: für fünfhundert Wohneinheiten brauche ich vermutlich kein Regie Betrieb?

00:18:08: Also ja das kann man schon... Es ist ja mal eine Frage in welcher Wertschöpfungstiefe man das betrachtet.

00:18:13: also ich glaube auch für fünf hunderteinheiten macht dem Zweifel zwar natürlich ein Objektmanager oder einen Art Facility Manager der vielleicht auch so gewisse Instandhaltungsleistungen machen kann, macht dann schon Sinn.

00:18:25: Aber für eine Unternehmen mit fünfhundert Einheiten macht es vielleicht keinen Sinn die Gründung einer Digitalisierungstochter.

00:18:32: Das heißt, das kommen letztendlich auf den jeweiligen Business Case an und es muss im Zweifelsfall individuell beleuchtet werden.

00:18:39: aber wichtig ist auf jeden Fall dass das Know-how in den Unternehmen erst mal vorhanden ist und ich glaube schon, dass die Frage gerade auch die Digitalisierung oder die Professionalisierung dazu führen wird, dass kleinere Unternehmen mit dem Verwaltungsapparat, der erforderlich ist um mit Qualität und auch Immobilienbestände zu verwalten.

00:19:04: Dass es mehr und mehr in Richtung Geschäftsbesorgung gehen könnte für gewisse Unternehmensgrößen und vielleicht Geschäfts- besorgnungen unter Berücksichtigung eines Modells wie Spiritbo, was man mit einsetzt um seine eigene Verwaltung effizienter zu fahren.

00:19:26: Ihr wollt skalieren?

00:19:27: Ich hörte das.

00:19:29: ihr Interesseren habt zuzukaufen weil würdest du sagen ihr es jetzt geschafft habt eure Prozesse intern so aufzubauen dass sie skalierbar sind.

00:19:39: Das ist ein Grund für euch keinen Unterschied mehr macht ob's zwölf tausend Wohnanheiten sind die mir abgerechnet werden müssen oder fünfzehn.

00:19:47: Nee, das würde ich so nicht sagen.

00:19:49: Nicht dass wir am Ende sind.

00:19:50: Wir sind auf einem sehr guten Weg und Prozesse sind ja nie fertig.

00:19:53: von daher werden wir immer weiter daran arbeiten und für uns sind die Möglichkeiten, die Digitalisierung und KI mit sich bringen.

00:20:02: Die KI entwickelt sich wahnsinnig schnell.

00:20:07: Da knüpfen wir immer wieder dran an und werden immer weiter entwickeln.

00:20:13: Uns geht es tatsächlich aber auch darum, dass wir schon feststellen das wir jedes Jahr mehr und mehr Tickets bekommen.

00:20:19: Also es werden immer mehr Anliegen platziert und die Flut an Tickets durch natürlich auch mehrere Kanäle, die eröffnet werden.

00:20:28: egal ob das WhatsApp, ob das ein Voicebot, ein Chatbot ist oder ob das Mail ist.

00:20:33: Es werden mehr und Mehr Eingangskanäle ermöglicht.

00:20:37: Wir werden geflutet von Tickets Und wir stellen schon fest, dass unsere Mitarbeiter zur Bändigung dieser ganzen Tickets im Grunde eigentlich mal durch Digitalisierung unterstützt werden müssen.

00:20:51: Und für uns ist in der Betrachtung und in der Effizienz der Entity, des Immobilienmanagements die Verwaltungskosten pro Einheit sind für uns so eine Health Matrix, die wir im Auge behalten und die wir betrachten.

00:21:05: Wir wollen benchmarkfähig sein mit unserer Entity und um eine Benchmark-Fähigkeit zu erreichen kommen wir um das Thema Skalierung und das Thema Digitalisierung nicht umher.

00:21:18: Wer ist euer Benchmark?

00:21:19: Oder was ist der Bench-Markt?

00:21:20: Der Bench Markt ist tatsächlich die Branche, die wir für uns immer wieder heranziehen aus unterschiedlichen Unternehmen und dann schauen wie letztlich die Verwaltungskostensatze andere Unternehmen sind.

00:21:32: Andere Wohnungsunternehmen natürlich.

00:21:34: Genau, andere Rechtsformen.

00:21:36: gucken wir uns an möglich benchmarkfähig zu rechnen, auch natürlich in der Verantwortung gegenüber unseren Gesellschaften, um aufzuzeigen.

00:21:47: Wir sind mit unserem immobilien Management effizient und wirtschaftlich

00:21:50: unterwegs.".

00:21:52: Du hast gesagt, wir wollen effiziente und wirtschaftliche unterwegs sein.

00:21:57: Guckt man sich die Zahlen im Herabismandern?

00:21:59: Dann sieht man eine Bilanz Summe von knapp einer Milliarde Euro.

00:22:04: Und am zwanzig vierundzwanzig ein Jahresüberschuss von eins Komma sechs Millionen Euro.

00:22:10: grob überschlagen, das sind so ... Ich meine da hat ja manche Alkoholfahrer mehr Promille als ihr am Ende des Tages Rendite oder nicht?

00:22:21: Ja tatsächlich kann man sagen unser ... Unser handelsrechtliches ... Unsere handels rechtliche Bilanzum ist eine knappe Milliarde.

00:22:32: Unso nett ist der Value lügt aber ... Wir sind wahrscheinlich finanzstarkes Unternehmen.

00:22:38: zunächst mal Und den Jahresüberschuss hast du da ja tatsächlich den schlechteste Beispiel rausgesucht.

00:22:48: Im Grunde haben wir aufgrund unserer Bauträgerprojekte das eine oder andere an Herausforderungen noch gehabt, die wir im letzten Jahr auch verarbeitet haben.

00:22:56: Wenn du den Jahresabschluss XXV anguckst dann siehst du dort ein anderes Ergebnis.

00:23:01: Macht Mut zumindest für die Gesellschaft.

00:23:03: also die halten doch die Füsse still und sagen es ist okay.

00:23:05: so wie ihr das macht bleibt auf deinem Weg, damit ihr nach wie vor für niedrige und mittlere Einkommen Wohnraum zur Verfügung gestellt.

00:23:13: Das ist zumindest euer Versprechen!

00:23:17: Wie behauptet ihr euch denn in diesem Kontext gegen den Wettbewerb?

00:23:23: Ja natürlich, also gut man sagt ja immer vermeintlich in der Wohnungswirtschaft gibt es kein Wettbewerb.

00:23:29: aber im Grunde sehen wir da schon so das ist zwar nicht jetzt ein unmittelbaren konkurrierenden Wett Bewerb gibt.

00:23:36: Aber es gibt halt immer die Frage nach der Wenschmarkfähigkeit.

00:23:39: und wie begegnen dem Benchmark und auch den Wettbewerb im Grunde durch Langfristigkeit.

00:23:51: Also wir sind seventy fünf Jahre alt, unsere Ausrichtung ist letztlich das Vermögen der Gesellschaft langfristig nachhaltig unter Berücksichtigungen von sozialen Kriterien.

00:24:05: Wir haben dafür eine Sozialcharter weiterzuentwickeln und diese Sozialchartern ist letztendlich die gute günstige Wohnraumversorgung für für kinderreiche Familien und auch für breite Schichten der Bevölkerung.

00:24:20: Und für uns ist es in dem Zusammenhang natürlich wichtig, das Vermögen weiterzuentwickeln.

00:24:25: Deswegen sind wir im Zweifelsfall nicht diejenigen, die im Rahmen von beispielsweise auch Zugkäufen Fantasiepreise bezahlen sondern wir machen das letztlich auf einer konventionellen soliden Art und Weise aber gleichzeitig auf eine, die halt marktverträglich ist und die auch auf Langfristigkeit ausgerichtet ist.

00:24:47: Habt

00:24:47: ihr dann eine Zielgröße bis zu zwanzig dreißig-fünfundzwanzigtausend Wohnanheiten?

00:24:52: Tatsächlich haben wir intern die Zielgrösse ausgerufen, dass wir gerne im Unternehmen in den nächsten Jahren auf zwanzigtausend Einheiten wachsen möchten und haben in dem Zusammenhang auch ein entsprechendes Business Model entwickelt, sind da auch mit Bankenpartnern, zugen Gespräch.

00:25:07: Und haben damit unseren Business Modell und dem was wir auch so an Finanzierungs-Elo Eyes bekommen eigentlich im Moment eine ganz gute Zuversicht dass dieses auch erreichbar ist.

00:25:18: und dann steht und fällt das natürlich mit den jeweiligen Opportunitäten die am Markt verfügbar sind oder halt auch eben nicht.

00:25:26: Wachsen wollen wir letztlich vorwiegend in unseren Kernregionen Hannover, Hamburg und auch Düsseldorf.

00:25:33: Und letztlich aber auch im Gehung.

00:25:35: gucken wir uns an.

00:25:36: Jetzt ist das aktuelle Zinsumfeld wie es ist wohl eher eins dass Opportunitäten unwahrscheinlicher machen zumindest was die Finanzierung betrifft.

00:25:47: Wie geht ihr damit um?

00:25:48: Ja, ich würde gar nicht sagen dass es so unwahrscheinlicher macht weil ich meine im Grunde der Kaufpreis folgt natürlich auch dem Zins.

00:25:56: und jetzt muss man dazu sagen das der oder der Zins zumindest maßgeblichen Einfluss auf die Kaufpreise hat.

00:26:03: Und wenn der Kaufkreis aufgrund vielleicht der Marktsituation noch nicht dort ist wo wir ihn sehen mit unseren Berechnungen die wir vornehmen Dann würden wir im Zweifelsfall auch nicht kaufen, sondern dann würden wir letztlich in dem Zusammenhang auf die nächste Chance warten und es gibt da nicht die letzte Möglichkeit um dort durch ein vernünftiges Wachstum Bestände zuzukaufen.

00:26:31: Wir würden auch nicht alles kaufen.

00:26:33: Wir berücksichtigen das letztlich unter den Aspekten der ESG-Strategie und einem Transitionsplan, der für uns relevant ist.

00:26:42: Das Ganze hat eine langfristige Ausrichtung.

00:26:46: Es heißt also wir berücksichtigen logischerweise ESG und die Berücksichtigungen in entsprechender Mietenpolitik.

00:26:54: Das wird bei uns mit bewertet im Berücksichtigt.

00:26:58: Die Wohnungswirtschaft steht da, unter Leekarbonisierungsdruck.

00:27:02: Auch der kostet ja Geld.

00:27:04: Da muss man sich nichts vormachen!

00:27:05: Jetzt habt ihr zwölftausend Einheiten im eigenen Bestand.

00:27:08: auch die möglicherweise herzurichten und ESG-konform aufzustellen ist schätzungsweise ein tiefer Schluck aus der Pulle oder nicht?

00:27:18: Ja definitiv aber ehrlicherweise muss man auch das sagen gehört dazu.

00:27:26: also wollen wir uns dem jetzt versperren?

00:27:29: Ja, aber frisst das nicht das Geld auf was dir für den Zukauf braucht?

00:27:32: Ja natürlich kann man sagen dass frisst es auch.

00:27:35: Auf der anderen Seite ist ja die Frage gehört es nicht im Zweifelsfall auch zum Selbstverständnis der Entwicklung für die mobilen und Wohnungswirtschaft in Deutschland mit dazu und von daher ich glaube die Themen haben wir alle mit auf dem Top.

00:27:48: eh Für uns ist die Entwicklung Der Bestände weil wir ja auf Langfristigkeit ausgerichtet sind gehört das mit dazu.

00:27:57: Und die Zielsetzung muss ja letztlich sein, dass das Thema ESG nicht im Zweifelsfall verstanden wird als Investitionen, die alles abwirkt.

00:28:10: Sondern eine Investition in die Zukunft, die im Grunde ja unter wirtschaftlichen Aspekten funktionieren muss und daran arbeiten wir mit unserem Bereich Innovation Entwicklung, dass wir genauso vorgehen oder so dekarbonisieren.

00:28:23: In ESG ist auch Es, ihr betreibt als Meravis Quartiersmanagement in ein Café in Hannover-Darvenstedt und organisiert sogar Balkonkonzerte.

00:28:35: Warum investiert ihr als Wohnungsunternehmen?

00:28:37: In solche sozialen Angebote?

00:28:40: rechnet sich das Signal an den Mieter hier sehr froh, dass du beim Meravismiet bist?

00:28:47: Für uns, sag ich mal wir haben unsere Ausrichtung ist ja sozial geprägt.

00:28:51: also wirtschaftlich ist für uns natürlich wichtig weil ohne Wirtschaftlichkeit funktionieren letztlich keine Unternehmung.

00:28:58: Nichtsdestotrotz haben wir eine soziale Gesellschaft, eine sozialen Grundausrichtung und diese DNA im Grunde.

00:29:03: eigentlich möchten wir auch weiter tragen bis ins Quartier.

00:29:08: Wir sind davon überzeugt dass die soziale Ausrichtung in den Quartiers zum Wohl befinden für Stabilität in den quartieren für stabile Nachbarschaften und auch für stabiele Mietverhältnisse.

00:29:19: so ergeträgt und in gewisser Maßen fühlen wohl, Wohlgefühl auch der Mieter an.

00:29:25: Deswegen ist für uns das S tatsächlich sind wir da Überzeugungstäter dass wir die soziale Perspektive immer mitdenken Und diese Aktivitäten Auch wenn sie vielleicht nicht unmittelbar sofort zu mehr Miete führen Vielleicht im zweiten Schritt dann doch weil man sagt es Das Quartier hat sich positiv entwickelt oder ist vielleicht doch stabiler als die Quartiere rundherum.

00:29:50: Vielleicht hat es dann also doch einen gewissen positiven Impact auf die Stadtrendite, aber in letzter Konsequenz ist für uns auch ganz besonders wichtig dass sich die Mieter bei uns wohlfühlen und das schaffen wir letztlich durch solche Aktivitäten vor Ort.

00:30:08: dafür haben wir eine eigene Stiftung Und neben der Stiftung investieren wir auch darüber hinaus eine ganze Menge für unser soziales Quartiersmanagement.

00:30:17: Florian, zum Schluss wenn du als Hochschullehrer und Unternehmenslenker fünf Jahre in die Zukunft guckst welche Innovationen der Wohnungswirtschaft wird das dann zurückliegende Jahrzehnte geprägt haben?

00:30:31: Und warum zögern noch viele Unternehmen diese Innovation jetzt einzuführen?

00:30:38: Ich kann darauf erfassen Antworten, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

00:30:44: Das sind die dominierenden Megatrends.

00:30:48: sicherlich auch das Thema demografischer Wandel wird eine weitere Relevanz und Bedeutung haben.

00:30:55: also wir sehen demografische Wandel die Nachhaltigkeits- und die Digitalisierung als die großen Megatrennens bekannter Maßen.

00:31:01: Die werden die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft für die nächsten Jahre, sag ich mal maßgeblich verändern und mitprägen.

00:31:11: Und diese Trends werden auch einen starken Impact haben auf das Geschäftsmodell.

00:31:18: Ich glaube in dem Zusammenhang kann man gar nicht nur auf eine Innovation oder auf ein Thema blicken sondern im Kontext der Digitalisierung ist KI aktuell gerade Ein Thema, was maßgeblich die Prozesse, die Verwaltung und auch die gesamte Kommunikation mit unseren Mietern verändern wird.

00:31:44: Aber auch dieses Thema entwickelt sich sehr schnell weiter genauso wie sich das Thema ESG stetig weiterentwickelt und von daher fühle ich es tatsächlich an diesen Trends ausrichten Und diese Trends werden uns für die nächsten Jahre weiter beschäftigen, weiter verfolgen und wir haben eine unwahrscheinlichere Relevanz und Bedeutung auch für die Branche.

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