06.05.2026 Kaffeepause mit Felix Lüter, geschäftsführender Vorstand IW.2050

Shownotes

Mit vereinten Kräften für die Klimaneutralität in der Wohnungswirtschaft: Die Initative Wohnen.2050 (IW.2050) ist weit mehr, als eine Begeisterungsgemeinschaft in der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft. IW.2050 ist das Schanier zwischen großen und kleinen Wohnungsunternehmen und dem gemeinsamen Ziel bis 2045 in der Branche klimaneutral zu sein.
Felix Lüter lenkt als geschäftsführender Vorstand die Geschicke der Initiative. In unserem Podcast spricht er über die Herausforderungen der gemeinwohlorientierten Wohungswirtschaft klimaneutral zu werden, erste Erfolge, die Kraft des Netzwerks, mögliche Finanzierungsmöglichkeiten und die Blackbox Fernwärme.

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00:00:04: Zur Konikaffepause begrüße ich heute Felix Lütter, Geschäftsführer in der Vorstand der Initiative «Zwanzig Fünfzig».

00:00:12: Das ist eine Initiative der Wohnungswirtschaft.

00:00:15: Herr Lütte vielen Dank dass Sie sich im Rahmen Ihres Kongresses hier in Darmstadt Zeit genommen haben Kaffee mit mir zu trinken.

00:00:23: Wir haben viel über die IW-Zwenzig Fünftig wie man Ihre Initiative auch nennt schon berichtet.

00:00:28: Stellen sie unseren Hörer noch mal kurz vor was ist die IOW-Zwandzig Fünfzig?

00:00:34: Ja, wir sind jetzt seit sechs Jahren unterwegs als Initiative vor allem von Wohnungsunternehmen für Wohnungsunternehmen.

00:00:41: Die Regionalverbände sind auch dabei aber es geht vor allem darum sich gemeinsam unterzuhaken Wissen auszutauschen Wissen zu generieren und zu aggregieren um die Klimaneutralität zu schaffen.

00:00:52: und das ist in den ersten Jahren stark geprägt vom Thema Klimafahrt.

00:00:57: Aber damit ist natürlich nicht zu Ende.

00:00:59: Wir machen jetzt schon seit drei Jahren einmal im Jahr eine Veranstaltung zum Thema Wärmepumpe-Praxis, mehr Familienhausbestand und es geht immer wieder um die Umsetzung und Holzont-Winken, die Kreislaufwirtschaft, die Klimaanpassung.

00:01:12: also das heißt die Idee ist dass wir tatsächlich die Reise bis Mitte des Jahrhunderts gemeinsam machen.

00:01:18: Momentan sind wir zu einer von vierzig Unternehmen einfacher, schneller und aufwandsärmer zum Ziel zu kommen.

00:01:30: Sie haben im Vorgespräch gesagt dass sie Architektur studiert haben Erfahrungen in dem Bereich gesammelt.

00:01:36: Sie waren unter anderem in der Wohnungswirtschaft im Bereich Konzeptentwicklung Netzwerkerbeit aktiv.

00:01:41: Was was in ihrer vorherigen Biografie hat sie denn zur Überzeugung gebracht?

00:01:48: Dass die Kabolisierung des Wohnungsbestands im Grunde nur als Gemeinschaftsaufgabe aller Marktakteure gelingen kann?

00:01:55: Die Aufgabe ist schon recht komplex und vielschichtig.

00:01:58: Und sie ist vor allem teuer, und sie muss in vergleichbar sehr kurzer Zeit von Stadten gehen.

00:02:04: Das sind glaube ich schon gründe genug auf der abstrakten Ebene zu sagen das müssen wir zusammen machen damit wir möglichst schonend dadurch kommen und vor allem dem Ziel nahe kommen wäre ja erst mal Der erste Schritt erreichen

00:02:18: hoffe ich das zieles

00:02:21: klimaneutralität In Deutschland erstmal zwanzigviertzig, bei einigen unserer Mitgliedsunternehmen natürlich dann auch zwanzichvierzig.

00:02:29: Teilweise zwanzivdreißig da wird es dann wahnsinnig ambitioniert.

00:02:34: Das ist das übergeordnete Ziel genau und das schlägt sich erst mal in der Wärmewende nieder aber durchaus auch in der Strom-Energiewende und aber auch im Bereich Baustoffe über kurz oder lang sehr deutlich.

00:02:47: Für die Plattform IW- Twentyfünfzig kann das ja auch hilfreich sein, wenn man Mitglieder hat, die bis zu Twentyfünfunddreißig klimaneutral sein müssen, weil sie als Pioniere dann oder als Blackmustest oder Blaupause gelten können?

00:03:00: Absolut!

00:03:00: Also ich glaube, wenn mal die Kolleginnen und Kollegen fragt, gibt es niemand der sagt auch mit dem Thirtyfünfe schaffend war.

00:03:09: aber das ist ja ehrlicherweise nicht schlimm, weil es ist ja dann noch ein bisschen Zeit.

00:03:14: Und auch wenn wir in Fünfundvierzig bei, ich sage mal im Branchen Schnitt fünf Kilo oder so ankommen würden wäre das schonmal mega erfolgreich!

00:03:22: Ich hoffe dass wir in den nächsten Jahren noch soweit skalieren können und auf Preise fallen und Technologie weiter reift, dass wir vielleicht doch alle zusammen noch auf die Null Kilogramm CO² kommen, aber ja klar Wissensaustausch.

00:03:35: Diejenigen, die noch mehr Tempo machen müssen haben natürlich dann auch nochmal etwas was sie mit den anderen teilen können.

00:03:41: Wenn wir einmal konkreter werden welche drei Hebel hat die Initiative aus ihrer Beobachtung heraus in den vergangenen fünf Monaten schon bewegt?

00:03:49: Was waren dabei die erfolgreichen und was könnte vielleicht auch besser funktionieren?

00:03:55: Ja, also tatsächlich haben wir letztes Jahr eigentlich das Thema Stromproduktion auf eigenen Liegenschaften stärker in den Fokus genommen.

00:04:02: Wir haben dazu einen Web-Dialog gemacht.

00:04:04: Das ist eines unserer etablierten Onlineformate wo wir dann mit Peer Learnings Praxisbeispielen arbeiten und das haben wir jetzt sozusagen konsequent bis zu dem Fachkongress gestern und heute weitergeführt um hier wirklich da nochmal mit Experten zu sprechen wie weit auch Netzdienlichkeit besseres, matere Energiewende.

00:04:26: Neue Geschäftsmodelle mit denen wir auch diesen Riesenfinanzierungsbedarf vielleicht ein bisschen quer finanzieren können drinstecken.

00:04:33: ja insofern das ist ein großes Thema was wir in den letzten zwölf Monaten verfolgt haben.

00:04:38: Wir sind strategisch als Fachteam in der Initiative Wohnen dabei zu schauen, wie wir all das was wir jetzt in den letzten Jahren angeboten haben, graue Emissionen, Klimafahrt ist Bilanz.

00:04:51: Klimaanpassungen noch besser zusammen denken und wieder auf die Perspektive kommen.

00:04:56: Was ist denn das Zielbild?

00:04:58: Wie sieht denn ein transformierter sozialer Wohnungsbestand im Jahr zwanzig viertzig aus wenn das Unternehmen weiterhin vital am Markt sein will?

00:05:07: und deswegen habe ich schon die richtigen Themenfelder genannt und wir wollen die jetzt in den nächsten Jahren noch weiter zusammen denken.

00:05:14: Und sicherlich auch noch mehr in die Richtung gehen, dass wir Ergebnisauswertungen für die Mitglieder betreiben.

00:05:19: Also sei es aus drei Jahren Wärmepumpenpraxiserfahrung mal eine Checkliste zu erstellen worauf muss ich denn wirklich achten?

00:05:26: Wie komme ich leichter zum Erfolg?

00:05:27: das das Ding funktioniert und solche Themen?

00:05:30: also Die Ideen gehen uns nicht aus, es geht immer weiter.

00:05:33: Und vielleicht noch eins weil sie gefragt haben was waren so wichtige Punkte?

00:05:39: Wir haben angefangen mit Werkzeugen... Das ist ein kontinuierlicher Handlungsstrang auch letztes Jahr gewesen.

00:05:51: Da immer noch mehr Nutzerfreundlichkeit, mehr fachliche Tiefe reinzubringen für die Partner und jetzt sind wir gerade an dem Schritt zu überlegen wie wir das in eine Cloud-Version heben.

00:06:02: Wenn ich mir das mal praktisch vorstelle dann haben Sie in den vergangen Jahren daran gearbeitet ihre Mitgliedsunternehmen banal gesagt eine Exzitur zur Verfügung zu stellen, wo sie Quadratmeter, Heizungsart, Energiebetriebsstoff oder Energieträger eingefällt und dann kam am Ende ne Kilogramm CO-Zwei raus.

00:06:24: Das haben Sie immer weiter verfeinert weil sie gesagt haben ich kann nicht nur auf die Heizung gucken ich muss auch auf den Lebenszyklusgebäude und dergleichen.

00:06:30: also das ist praktische Arbeit die bei ihnen geleistet wird in die Mitgliedschaft rein diffundiert als Ergebnis

00:06:36: Genau, so ist es und das gilt für alles was wir tun.

00:06:39: Wir arbeiten auch viel mit Pioniergruppen.

00:06:41: Letztes Jahr hatten wir da noch das Thema Finanzierbarkeit mit Michael Neitzel als Verstärkung fürs Fachteam dazu genommen und das wird dann immer... also Pionieregruppen heißt ein kleiner Kreis von Unternehmen und Fachleuten die was ausarbeiten was allen sozusagen im Verein zur Verfügung gestellt wird.

00:06:56: und genauso ist es mit der Toolentwicklung Und ja man kann das so vereinfacht genau eigentlich zusammenfassen.

00:07:03: Wichtig ist, es kommt auch noch ein Preisschild dran.

00:07:05: Also das ist ja tatsächlich die Hälfte der ganzen Fragestellung also sprich wohlandig CO-zweiseitig im Zieljahr welche technischen Maßnahmen muss ich dafür ergreifen und wie viel werden sie mich ungefähr kosten?

00:07:18: Und der nächste Schritt ist dann dass mit der betriebswirtschaftlichen Perspektive zu vergleichen und so gucken habe Ich eine Finanzierungslücke und ehrlicherweise meistens eher die Frage Wie groß ist die?

00:07:28: Also Sie haben das jetzt schon angesprochen, kosten.

00:07:30: als Mitglied habe ich einen Mitgliedsbeitrag.

00:07:33: Das wäre mein Aufwand kann aber dann die Entwicklung aus dem... aus der IW- Twentyfünfzig kostenlos nutzen?

00:07:39: Das

00:07:39: ist richtig.

00:07:40: Es ist sozusagen ein Vollkostenmitgliedschaft, also Mitglied wird immer ein Wohnungsunternehmen aus der Familie des GDW und dann sind theoretisch alle Mitarbeiter die Interesse haben für die das was Nutzen bringt freigeschaltet unsere Angebote zu nutzen und so Tools unsere Veranstaltungen.

00:07:58: im internen Webseitenbereich haben wir das ganze gesammelte Wissen der letzten Jahre und sind da auch dran dass nochmal besser verfügbar zu machen mit perspektivischem KI-Chatboard und als erster Schritt noch mal eine besser sortierten Webseitenführung.

00:08:11: Aber ja, so ist es genau!

00:08:14: Und zum Mitgliedschaft nochmal vielleicht... Also wir haben tatsächlich ja von die kleinste Wohnungsbaugesellschaft hat ... ...fünfundzwanzig Wohnheiten, die bei uns dabei sind Und die größte ist die Wohnovia.

00:08:29: Und dazwischen haben wir so ziemlich, die ganze Bandbreite der Wohnungswirtschaft auch über siebzig in dem Mittelgroßensegment bis zweieinhalb Tausend Wohnern halten.

00:08:40: und gerade das ist natürlich die Zielgruppe.

00:08:42: also je kleiner das Unternehmen desto weniger Köpfe müssen alle Aufgaben, die auch die Großenlösen machen und da ist ja der Antrieb dann wirklich dieses Wissen von den Großen zu klein diffundieren zu lassen bin ich sehr, sehr dankbar geworden in dieser Zusammenarbeit zu erfahren.

00:08:59: Dass eigentlich so gerade die Unternehmen zweieinhalb Tausend Wohnenheiten in dem Dreh meist die größte Umsetzungsgeschwindigkeit haben weil da hat der Geschäftsführer noch genau die Ahnung was auf der Arbeitsebene läuft und die Entscheidungswege sind super kurz.

00:09:11: also da können dann auch die Großen von den Mittelgroßen echt etwas lernen.

00:09:16: Also jede Ebene verzögert.

00:09:19: In der Praxis ist das nicht immer so aber doch oft her.

00:09:23: Sie haben von einigen Tools gesprochen, die sie entwickelt haben.

00:09:26: Digitalen Tools.

00:09:28: Die Digitalisierung wird ja auch oft als Lösung gesehen das Thema Genehmigungsstau beispielsweise aufzulösen.

00:09:38: Die Wertschöpfungskette zu straffen Planbau und Betreiben.

00:09:43: sind da die Stichworte wie unterstützt die IW- Twentyfünfzig?

00:09:46: Die Mitglieder dabei konkret die Themen umzusetzen also auch was das Thema digitale Werkzeuge Betrifft?

00:09:54: Also tatsächlich sind wir bislang mit Excel gut gefahren, muss man ehrlicherweise sagen.

00:09:58: Das war am Anfang auch einfach der simple Gedanke das hat jeder und wir haben die ersten Jahre sind ja ohne Makros ausgekommen so dass keine IT-Abteilung sagt ne das darfste nicht nutzen.

00:10:09: Die letzten zwei drei Jahre ist es irgendwann gebrochen.

00:10:11: also da sind jetzt Makros drin kann man anschalten kann abschalten aber das Teil ist so tief und breit geworden auch auf Reaktionen, auf Nutzerwünsche.

00:10:22: Dass wir jetzt halt wirklich gucken müssen wie wir es in der Cloud kriegen damit es weiter benutzerfreundlich ist und für die Unternehmen mit zwei drei Leuten funktioniert in der Anwendung Da kann man natürlich, wenn wir jetzt sagen, wir gehen in die Cloud ist die Vision tatsächlich.

00:10:38: Wenn da einmal von einem Wohnungsunternehmen die Daten in einer Cloud sind, die uns gehört der Wohnungswirtschaft und nicht wieder einem Dritten, der damit Geld verdienen will?

00:10:46: Und wie aus dem Wohnungs-Unternehmen heraus dann wirklich zusammen entwickeln was wir brauchen, was wir wirklich brauchen?

00:10:53: Dann kann das natürlich schon eine ziemliche Triebfeder werden auch weil manchmal die Daten drin hat, dann kann ich auch ein Solarpotenzial Analyse machen kann ich auch eine Klimaanpassungsanalyse Liegenschaft bezogen machen.

00:11:06: Also da fallen einem viele Dinge ein, die man in der Zukunft dran hängen kann und dann wird es natürlich schnell smart.

00:11:14: Wenn nicht das mal zusammenfassen darf und mit meinen eigenen Worten wiedergebe Sie arbeiten also gerade daran eine bestenfalls europäische gehostete Lösung für die Wohnungswirtschaft anzubieten wo alle Mitgliedsunternehmen sagen Da kipp mir unsere Daten rein!

00:11:30: Die gehören uns als der gesamte in dem IW- Twenty Fifteen konstituierten Wohnungswirtschaft.

00:11:36: Und damit können wir all arbeiten, da können wir Analysen drüber fahren lassen jeder für sich und es gibt ja die Transparenz untereinander.

00:11:43: keiner sagt du darfst nicht wissen wo meine sieben Familienhäuser stehen und wo meine drei Familienhäuser stehen?

00:11:49: Nein

00:11:49: natürlich also ja von der Grundsatz her richtig.

00:11:52: aber natürlich ist es erst mal so sonst würde man das auch nicht hinbekommen dass jedes Wohnungsunternehmen erstmal natürlich nur die eigenen Daten sieht das ist ganz selbstverständlich.

00:12:02: Ich habe es erwähnt.

00:12:03: Der GDW ist Gründungsmitglied, Herr Gedaschko ist unser Vorstandsvorsitzender.

00:12:06: die Regionalverbände sind praktisch alle an Bord.

00:12:09: Die fragen immer wieder auch nach Daten.

00:12:11: wir selber erheben Daten jedes Jahr.

00:12:14: also man kann natürlich über eine anonymisierte Auswertung wenn die Partner zustimmen auch da glaube ich ganz viel für die politische Arbeit der Verbände nochmal machen ein Belegarbeit und das sollten dann auch die Mitgliedsunternehmen nutzen können dass sie sich noch mal quer auswerten gucken Wie sieht denn eine Genossenschaft mit anderthalbtausend Wohnenheiten bundesweit aus?

00:12:32: Wo steht die im Ist, was macht die und so weiter.

00:12:35: Also da ist viel Musik drin wenn man sich das vorstellt, was da möglich ist.

00:12:39: Also wird beim IW- Twentyfünfzig bald eine Stelle als Datenanalyst ausgeschrieben?

00:12:44: Möglicherweise.

00:12:47: Kleiner Spoiler!

00:12:49: Im Rahmen der Jahrestaurung des IW twentyfünfzig jetzt Ende April hier in Darmstadt Es kam immer häufiger das Thema auf, dass die Unabhängigkeit von Netzbetreibern und fossilen Energieträgern das erstrebenswerteste Ziel ist.

00:13:03: Welche Maßnahmen innerhalb des IW- Twentyfünfzig sind da schon erfolgreich angelaufen um die Wohnungsunternehmen unabhängiger zu machen?

00:13:12: Gibt es da positive Beispiele, die sofort einfallen?

00:13:15: Ja

00:13:15: also Unabhängigkeit von fossilen Energie definitiv, das ist das Ziel so schnell wie möglich.

00:13:21: Unabhanglichkeit von Netz Betreiber wird nicht gehen!

00:13:23: Also das ist auch nicht wirklich die Absicht, aber man muss auf fairer Augenhöhe miteinander reden können und zusammenarbeiten können.

00:13:31: Und da geht schon in unserem Know-how-Austausch immer wieder darum, dass zu ermöglichen.

00:13:35: Ich habe es gerade eben noch mal auch in der Abschlussveranstaltung gesagt – Auch die Netzbetreiber sind nicht unsere Gegner!

00:13:41: Sie sollten Partner sein und werden.

00:13:43: Das klappt in manchen Kommunen hervorragend, in anderen nicht.

00:13:46: Haben sie Beispiele?

00:13:47: Wo es hervorragen klappt….

00:13:49: Na ja, also tatsächlich ist so ein bisschen die rote Linie da wo die Zusammenarbeit historisch gewachsen.

00:13:53: Es geht es eigentlich sehr gut.

00:13:55: Also mir fällt da zum Beispiel Halle ein oder Hannover sind gute Beispiele, wo das sehr gut funktioniert.

00:14:05: Karlsruhe ist eine gewachsende Zusammenarbeit und da ist dann über die Jahre auch wirklich zusammenarbeiten.

00:14:13: Ist die Zusammen

00:14:14: Arbeit gewachsen weil Wohnungsunternehmen Und Stadtwerke, die einen gleichen Gesellschaft haben?

00:14:20: Nicht zwangsläufig aber auch.

00:14:22: Also in Halle ist das gute Beispiel eigentlich dass sich die Wohnungsunternehmen in der Stadt hier ist ja nur nicht ganz klein zusammen getan haben und gesagt haben wir müssen jetzt mal zusammen an einem Tisch mit dem Fernwärmebetreiber damit er uns gegen dann ausspielt mit gemeinsamer Stimme als starker Partner argumentieren können.

00:14:40: Also das ist dann natürlich ein Riesenmehrwert in anderen Kommunen, wo es gut läuft.

00:14:44: Es ist tatsächlich oftmals auch die gemeinsame Eigentüberschaft aber kein Selbstläufer.

00:14:51: Und welche Maßnahmen sind im IW-Kanzler?

00:14:53: Sind da schon erfolgreich angelaufen, die Mitglieder zu befähigen auf Augenhöhe zu kommen?

00:14:58: Wir haben tatsächlich einige Veranstaltungen dazu gemacht, wo wir da wissen teilen und ich habe heute nochmal zusammengefasst.

00:15:04: Ich zitiere da gerne den Gregor Heilmann aus von der ProPotsdam, der ist auch Gründungsmitglied in der Initiative Wohnen.

00:15:12: Also das Wärmerplanungsgesetz hat einen riesigen Fortschritt gebracht weil ich damit natürlich auch Ziele für die Fernwärmerbetreiber konkrete habe.

00:15:19: und Wenn ich jetzt mit einem Fernwärmerbetreiber spreche als Wohnungsunternehmen, dann muss ich schon fragen.

00:15:25: Wie sieht denn dein Plan aus und vor allem deine Realisierung?

00:15:27: Dass du dreißig Prozent mindestens erneuerbare Energien im Jahr zwanzig Dreißig ab ersten Ersten zur Verfügung stellst.

00:15:33: Und wenn da keine überzeugende Antwort kommt kann man zumindest das Druckmittel aufbauen und sagen ehrlicherweise kann ich mich nicht mehr neu anschließen und wenn was kaputt geht müsste ich eigentlich eine Eigenlösung machen.

00:15:43: Das will keiner.

00:15:44: also es wird keiner von der Fernwärke weggehen die heute dran hängt ist der Auftrag ja noch viel größer.

00:15:50: Aber es gibt zumindest eine Möglichkeit zu sagen, jetzt müssen wir aber wirklich mal gucken wie wir zusammen hinkommen.

00:15:55: Bei der Fernwärme ist natürlich ein riesengroßes Thema die Kostenunsicherheit in der Zukunft.

00:16:04: Also das ist ja ein offenes Geheimnis.

00:16:06: Herr Gildarschko hat gestern gesagt, die Fernwehrbetreiber sagen selbst zweieinhalbfache Kostensteigerung alleine durch die Transformation ohne Ausbau und dann kommt noch der Ausbau hinzu.

00:16:18: Und wir sind jetzt gerade dabei, das anzudenken in den Unternehmen und damit wieder was für den Verein bereitzustellen.

00:16:25: wie sieht denn so eine Matrix aus um Fernwärme eigentlich paritätisch vergleichbar zu machen?

00:16:30: Also der Benchmark oder die Baseline ist dann ich mache eine Eigenlösung in der Regel mit einer Wärmepumpe.

00:16:36: Die hat die und die Funktionalitäten und Effekte, die hat die vor- und nachteile.

00:16:42: Und dann challange ich den Fernwärmeanbieter und sage gut, was hast du für ein Wärmepreis?

00:16:47: Was hast Du für eine Lebensdauer?

00:16:50: Wann ist es klimaneutral usw.

00:16:52: Das sind Dinge an denen wir konkret arbeiten um eben die Partner zu befähigen da auch mehr auf Augenhöhe reden zu

00:16:59: können.".

00:17:02: Abhängigkeiten seitens der Wohnungswirtschaft von den Fernwärmeranbietern?

00:17:05: Ja klar, also es ist letztendlich ja immer eine Monopolsituation und in einer Monopulsituation hat man als Abnehmer in der Regel nicht so viel Spaß- und Gestaltungsfreiheit.

00:17:16: Und da gibt's viele gute Fähreprojekte.

00:17:21: aber es gibt auch oftmals die Erfahrung dass das die Wohnungsunternehmen da nicht unbedingt zu guten Preisen, gute Qualität kriegen sage ich mal.

00:17:32: und man muss vielleicht auch noch einmal eine Landse brechen.

00:17:35: Also der Kommunalverbund funktioniert ja dann in der Regel so die Wohnungsunternehmen zahlen dem Fernwehrenbetreiber die Vollkosten.

00:17:42: der Fernwehrendbetreibung muss den Stadthaus halt mit finanzieren und damit den ÖPNV oder das Schwimmbad gegenfinanzieren.

00:17:49: Und es ist wieder so ein schönes Beispiel für Gemeinsamkeit, also wir versuchen in unseren Veranstaltungen dann auch immer alle Seiten zusammenzubringen?

00:17:57: weil ich glaube erst wenn man diesen Ringelpiez durchbricht und sagt Ich brauche weniger Geld von dir und du krass dafür weniger Geld da.

00:18:05: Das ist ja ein Kurzschluss und sagt Wir sitzen alle in einem Boot jetzt lasst uns mal gucken Wie kriegen wir eigentlich die günstigste Lösung für alle Beteiligten hin, sodass alle danach auch noch gerade stehen können?

00:18:16: Dann wird ein Schuh draus.

00:18:19: Wir haben grad schon über die Kosten gesprochen.

00:18:21: der Umbau zur CO²-Neutralität und zu Energiefizienz ist ja einfach unfassbar teuer.

00:18:26: wie gelingt es denn insbesondere der gemeinwohl orientierten Wohnungswirtschaft diesen Aufwand zu finanzieren?

00:18:32: Sie sollen seitens der Gesellschaft dort so einen guten Kurs vermieten.

00:18:36: auf der einen Seite brauchen aber auch bisschen Cashflow, um das was vor der Brust steht zu finanzieren.

00:18:44: Wie spielen da die Geldgeber und die Eigentümer mit?

00:18:47: Also erst mal muss man sagen dass die Wohnungswirtschaft ja Experten sind mit preisgedeckelten Einnahmen schon seit über hundert Jahren Bestände zu bauen, zu entwickeln und zu betreiben und weiterzuentwickeln.

00:18:59: insofern ist da viel noch aufhanden in der Branche.

00:19:02: aber tatsächlich gibt es das ein oder andere Unternehmen, was dann auch mal vom Eigentümer und so ein öffentlicher ist vielleicht eine Eigenkapitalerhöhung kriegt.

00:19:12: Aber das ist die Frage wie lang trägt das?

00:19:14: Fünf Jahre, sechs Jahre also eine Dimension, die bis zum Zieljahr hilft, ist eher – kenne ich jetzt noch nicht!

00:19:23: Und insofern ja….

00:19:26: Wir haben deswegen letztes Jahr auch dieser beiden Arbeitsgruppen zur Finanzierbarkeit gemacht, um nochmal wirklich alle Finanzierungsinstrumente so die klassischen aber auch die unkonventionellen wie europäische Förderprogramme oder auch regionale Förderprogramme noch mal auf einen Tisch zu packen.

00:19:41: Das landet jetzt auch in einem Eckpunkte Papier, um überhaupt einmal die Wissensbasis zu schaffen.

00:19:45: und es ist ein offenes Geheimnis das jetzt Wohnungsunternehmen gigantisch groß sind, in der Regel keine europäischen Mittel beziehen.

00:19:53: Da gibt es gute Piloten wo man das mal versucht hat in einer Gemeinschaft.

00:19:56: Das war dann auch erfolgreich.

00:19:58: aber aus dieser Diskurs da gab's auch ein paar Experteninterviews ist zum Beispiel entstanden dass jetzt der Michael Neitzel nochmal mit ein paar Unternehmen pilothaft probiert wie man den CEB darlehnen.

00:20:09: Man kennt ja immer die IPE, die CEB ist nicht so bekannt.

00:20:12: Auch eine Europäische Förderbank gerade für soziale Projekte Wie man da das Antragsverfahren vielleicht einfacher machen kann, damit auch zumindest mal Unternehmen zwischen zweieinhalb und sechstausend Wohnenheiten da zur Verfügung oder zum Zug kommen.

00:20:27: Aber also Eigenkapitalfremdfinanzierung sind wichtige Bausteine.

00:20:32: aber ich kenne tatsächlich vielleicht sieben acht Unternehmen die sagen wir sind schon so gut durch den Bestand durch dass wir eigentlich wirklich nur noch den Wärmeträger tauschen müssen einen fairen, fernwärmer Anbieter und da auch schon eine hohe Anschlussquote.

00:20:47: Die haben dann aber in der Regel auch irgendwo andere Probleme.

00:20:49: Aber ich kenne kaum jemanden, der sagt Ich schaffe das zu hundert Prozent!

00:20:52: Und es ist ein Spielziehgang, es ist für niemand.

00:20:55: Insofern werde ich nicht müde zu betonen... Also die Schaffung von sozialem Wohnraum und der Halt des sozialen Wohnraums ist ein Beitrag für den Grundrecht ist eine Gemeinwohlaufgabe, dazu müssen wir nicht wieder ne neue Gemeinnützigkeit haben.

00:21:12: Wir sind im Prinzip gemeinnützig in unserer Kerntätigkeit und deswegen ist auch ganz klar dass die Finanzierungslücke, die bleibt auch ein gesamtgesellschaftlicher Aufgabe sein muss damit Wohnungen eben auch günstig bleiben können und damit sie klimaneutral werden.

00:21:26: Und wenn man so in die aktuellen Klimastrategien guckt, muss man auch nochmal unterstreichen soziales Mieterschutz ist tatsächlich der Weg zur Klima- und Rheunchalität so schnell wie möglich eigentlich.

00:21:38: Der beste Garant, weil dann eben die Heiznebenkosten auch nicht endlos explodieren.

00:21:48: Der EW-Aufgabe zu stemmen, wenn ich sie richtig verstanden habe?

00:21:58: Also tatsächlich in den meisten Fällen geht es darum, die Finanzierungslücke zu verkleinern Und das ist auch so der Punkt, warum ich sage, wenn wir bei fünf Kilogramm rauskommen in den zwanzigviertzig ist es gut.

00:22:10: Schließen ist bei den wenigsten bis jetzt möglich aber es hängt tatsächlich vor allem an der Finanzierbarkeit in der Regel und an diesen kurzen Zeiträumen von noch neunzehn Jahren.

00:22:20: und insofern also ich glaube wir würden heute schon alle die Null schaffen von der Technik her, wenn die Kapazitäten ausreichend da wären.

00:22:29: Welche Rolle spielen da?

00:22:31: institutionelle Geldgeber?

00:22:36: In der traditionellen Wohnungswirtschaft, ja die Hausbanken in der Regel aber nicht so eine Rolle wie auf dem freien Immobilienmarkt.

00:22:44: Das muss man schon ganz klar sagen und ungefähr die Hälfte der Branche besteht aus Genossenschaften.

00:22:49: das heißt die Mieter sind auch Eigentümer und ich will ganz gerne vom wohnungswirtschaftlichen Mut und bewundere wirklich die Geschäftsführer die Vorstände Auf Basis ihres Klimaerfahrts und einer Finanzierungslücke wirklich in die Mitgliederversammlung gegangen sind, gesagt haben so.

00:23:07: Also so sieht es aus müssen wir diese Aufgabe stemmen.

00:23:10: was machen man jetzt?

00:23:12: erhöhen wir die Genossenschaftseinlage, erhöhen mal die Mieten?

00:23:15: habt ihr noch Ideen?

00:23:18: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:23:19: transparent damit umzugehen und nicht einfach das zu verstecken zu sagen irgendwie werden wir uns schon hinmogeln das wird nicht funktionieren.

00:23:26: Das heißt in der Gesellschaftsform ein oder anderen Mitglied dann auch noch Hemmnisse sich fremd zu finanzieren.

00:23:35: Ja, kann man glaube ich schon so zusammenfassen?

00:23:38: Es wird natürlich dann ambitioniert das Eins Komma fünf Grad Ziel im Gebäudesektor zu erreichen gerade für diese Mitglieder.

00:23:47: aktuell liegen wir bei einer Sanierungsrate von zwei bis drei Prozent pro Jahr oder es erstrebt

00:23:56: Genau.

00:23:57: Das meine ich, wir liegen aktuell bei unter ein Prozent.

00:23:59: Wie realistisch ist es denn aus Ihrer Sicht auch wenn Sie das in Betracht ziehen was Ihre Mitglieder jetzt schon leisten dieses Ziel ohne massive staatliche Förderarchitektur zu erreichen?

00:24:10: Ja also momentan haben wir eine.

00:24:13: Es ist wichtig dass die erhalten bleibt und dass sie vor allem auf...

00:24:17: Die nehme ich sehr als volatil war.

00:24:19: Also weil ich habe den Einungsgewicht in der Öffentlichkeit zerredet.

00:24:23: Sie ist bislang immer im Volumen nicht auskömmlich und man muss eigentlich jedes Jahr wieder fürchten, dass sie zusammengestrichen wird.

00:24:31: Und das ist ein Riesenproblem.

00:24:33: also dieses Thema langfristige Verlässlichkeit, verlässliche Rahmenbedingungen.

00:24:37: Das wäre schon super wenn man sagen könnte die ist jetzt mal auf den nächsten zehn Jahre fix und da muss man sich keine Gedanken mehr machen dann irgendwie mit seinem neunzig Prozent fertigen Antrag ein Tag später feststellen, dass das Programm geschlossen wurde.

00:24:53: Das sind so Dinge die gehen gar nicht.

00:24:56: aber tatsächlich möchte ich einen ganz wichtigen Punkt ansprechen der auch bei uns liegt nämlich die Erkenntnis, dass es zwar auf Einzelgebäude eben total gut und richtig ist wenn man rangeht für vierzig Jahre Ruhe zu schaffen, indem man einmal sozusagen den Rundumschlag macht.

00:25:13: Nicht nur Klimasicht sondern wirklich eine Vollmodernisierung.

00:25:16: aber wir sind eben Portfoliohalter und das heißt wir müssen das Dutzende, Hunderte teilweise Tausende Male machen und da ist jetzt die Erkenntnis schon in der Initiative Wohnen, zwanzig Fünfzig eigentlich seit Zweiundzwanzig gewachsen.

00:25:28: Das wird nicht funktionieren wenn wir das überall so machen.

00:25:32: Das ist beim Einzelgebäude super aber dann kommen wir nur durch die Hälfte der Portfoliolandschaft durch Und entsprechend ist der CO²-Wert und die andere Hälfte ist auch gar nicht angerührt in den nächsten zwanzig Jahren, also eigentlich Nogo.

00:25:45: Insofern hat sich da dann schon bei uns das durchgesetzt was jetzt seit anderthalb Jahren von der Initiative CO² Praxis fährt, also vor den fünf Professorinnen auch sehr stark noch mal unterstrichen wird.

00:25:57: wir müssen wenn wir CO² neutral werden in den nähsten neunzehn Jahren vor allem auf die Wärmewende fokussieren.

00:26:03: Und das heißt nicht, dass wir jetzt nicht mehr dämmen.

00:26:05: Wir müssen deutlich selektiver vorgehen da wo die Bauteile noch halten.

00:26:09: Zehn Jahre, fünfzehn Jahre.

00:26:10: Da bleiben sie auch drin.

00:26:12: Wenn die Fassade schon eine Dämmung hat und wenn es nur sechs Zentimeter ist dann kann ich einen Haken dran machen und sagen da kriege ich auch mit einer modernen Wärmepumpe eine gute funktionierende Wärmeversorgung hin, die für die Mieter bezahlbar ist.

00:26:26: Insofern ist erst mal der Change in den Köpfen seit zweiundzwanzig und nochmal ganz stark vorsichtig dass wir sagen, damit kriegen wir natürlich auch die Kosten runter.

00:26:36: Also es ist dann ein Drittel des gesamten Finanzierungsvolumens was noch übrig bleibt.

00:26:41: das ist momentan so wie ich sehe.

00:26:44: der größte Schritt den wir in den letzten Jahren hatten um die Finanzierungslücke zu verkleinern und damit kriegen war auch eine Skalierung hin.

00:26:50: also dann kommen wir natürlich wenn man dann eben jetzt in vielen geringen sogenannten gering investiven Maßnahmen eher wirklich die den Heizungskeller erneuert vielleicht in einer der Herzkörper anpasst Dann kriegen wir auch andere Quoten hin als Null, neun Prozent im Jahr.

00:27:06: Also Lüter wenn ich Sie richtig verstanden habe bis zwanzig-zwanzig war man davon überzeugt Dämmen es hilft das löst alle unsere Probleme die größten zumindest dann kriegen wir den CO²-Ausstoß mit runter und dann mal rein ins Gebäude und gucken was kann man im Heißungskeller oder noch machen?

00:27:26: jetzt die Erkenntnis okay Ich gehe mir erst in den Heizungskeller, ich gucke mir erstmal die Wärmeerzeugung an und das ist der größte Hebel.

00:27:35: Jetzt habe ich die Wämme erzeugt und am Ende sitzt da immer noch der Verbraucher oder der Mieter.

00:27:42: also wenn dir die Heizung bei fünf aufstehen, also aufgedreht hat und die Fenster aufhat dann wird ja trotzdem Energie verbraucht.

00:27:53: Ist das ein Hebel wo die Wohnungswirtschaft auch Ansetzen kann?

00:27:57: oder ist der Mieter einfach diese Black Box, die man nicht steuern kann?

00:28:01: Der Miet er ist schon immer auch ein Mensch und Menschen kann man durch Kommunikation erreichen.

00:28:06: Das ist aber wahnsinnig mühsam!

00:28:08: Ich glaube, es gibt keinen Wohnungsunternehmen was nicht regelmäßig in der Mieterzeitung oder per Rundschreiben darüber informiert wie man eigentlich seine eigenen Nebenkosten reduziert durch sachgerechtes Lüften etc.

00:28:22: Aber das ist ein eins zu eins Aufklärungskampf der immer wieder erholt werden muss.

00:28:25: Insofern nochmal einen Punkt zurück.

00:28:29: also wir bewegen uns ja nie im Vakuum.

00:28:32: Das heißt, dass war auch schon so, dass wir zumindest in der Wohnungswirtschaft fast alle gesagt haben, überdämmen macht keinen Sinn ab einem bestimmten Punkt hat es keinen Sinn.

00:28:42: aber dieser Ansatz wenn schon mal ein Gebäude angefasst wird dann richtig der war sehr weit verbreitet.

00:28:47: Aber auch so die Gesellschaft und Politik ist in Deutschland da irgendwie nachzuerkern stehen geblieben mit diesem erstmal Effizenz erst mal Effizienz Ja, also da ist eigentlich auch noch mal das was sie gefragt haben ein gutes Gegenargument weil wenn ich im Gebäude Tod dämme und dann ist die Heizung auf fünf ungekippt.

00:29:05: Und ich habe immer noch einen Gaskästel drin, hab' ich für den Klimaschutz gar nix gewonnen und auch nicht wirklich Energie.

00:29:09: hier viel Zens.

00:29:09: Die habe ich dann auf dem Papier des Gebäudes aber nicht in der Praxis.

00:29:13: Insofern ist der Blick in den Heizungskeller schon sehr relevant.

00:29:19: tatsächlich ein großer Fan von Wärmepumpen, weil das ist die einzige Wärmeversorgungstechnologie, die auch den Endenergiebedarf deutlich nach unten drückt ohne dass ich noch irgendwas an der Dämmung machen muss.

00:29:29: Also da kommt dieses Stichwort Jahresarbeitszahlenspiel.

00:29:33: also wenn ich aus einer Kilowattstunde Strom drei Kilowatts stunden Wärmemache und das dauerhaft dann heißt es zum einen, dass sich heute schon eine Kostenparität gegen Werke Asap in der reinen Wärmepreis und zum anderen, dass ich meinen Endenergiebedarf um zwei Drittel reduziere.

00:29:50: Und dann ist natürlich immer noch die Frage ob die Heizung auf fünf aufgedreht wird und das Fenster gekippt ist.

00:29:55: aber ich habe schon mal zwei Drittel reduziert.

00:29:59: ja und der Raum wird warm nach wie vor.

00:30:02: Die Heizungsglüte nicht mehr so.

00:30:03: insofern ist auch nicht ganz so schlimm wenn es auf fünf ist.

00:30:07: Zum Abschluss nur eine persönliche Frage was treibt sie an?

00:30:11: Gerade dann, wenn die Fortschritte so langsam kommen und Förderprogramme gestrichen werden.

00:30:16: Die politische Rückendeckung schwindet.

00:30:19: Sie von dem Theater in Berlin ernüchtert werden?

00:30:26: Ich bin kein Umweltschützer.

00:30:28: Das ist immer dieses Missverständnis.

00:30:29: Wenn man im Nachhaltigkeitsmanagement arbeitet, da kommen wieder die Ökos.

00:30:34: Es geht eigentlich einfach darum... Ich schon gerne alt werden würde in einem Deutschland und in einem Europa, wo ich nicht jeden dritten Tag ein Extremwetterereignis habe.

00:30:44: Und es geht um knallharte wirtschaftliche Fakten.

00:30:47: also wenn man nicht schnell mit dem CO-Zweihwert runterkommt dann werden wir auch gar nicht mehr so viel Geld haben.

00:30:53: noch viel weniger Geld haben es ins Portfolio in den Fortschritt stecken zu können sondern nur noch irgendwelchen Klimaschäden hinterher zu sanieren.

00:31:01: und die Münchner Rückversicherung hat gerade im Februar wieder gesagt, gemahnt dass Extremwetterereignisse wahrscheinlich in den nächsten Jahren irgendwann auch gar nicht mehr versicherbar werden.

00:31:11: Und dann hört der Spaß auf.

00:31:12: also es geht um lebenswerte Zukunft für Menschen und das ist glaube ich Motivation genug da immer weiter dran zu bleiben.

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